Die Entscheidung ist längst gefallen – nur ausgesprochen hast du sie nicht
Shownotes
„Eigentlich weiß ich es längst.“
Aber du sprichst es nicht aus.
Nicht vor anderen. Oft nicht einmal vor dir selbst.
Und genau deshalb bleibt alles, wie es ist.
Worum es in dieser Folge geht
In dieser Folge von „Neuanfang im Quadrat“ geht es um einen Punkt, den viele beruflich erfolgreiche Menschen kennen:
Nach außen läuft alles. Verantwortung, Stabilität, Alltag.
Und trotzdem ist da dieses leise Gefühl:
„So richtig passt das nicht mehr.“
Nicht dramatisch. Nicht katastrophal.
Aber klar genug, um zu spüren, dass sich etwas verändert hat.
Warum fällt es trotzdem so schwer, das ernst zu nehmen?
Warum bleiben viele jahrelang in einem Zustand zwischen Wissen und Handeln?
Und weshalb ist oft nicht die Entscheidung selbst das Problem – sondern der Moment, sie auszusprechen?
Reflexion
Vielleicht kennst du genau das:
Du denkst schon länger über deinen Job nach. Nicht jeden Tag. Aber immer wieder.
Ein Gedanke, der auftaucht und wieder verschwindet:
„Will ich das eigentlich noch?“
Jobzweifel beginnen selten laut.
Sie entstehen oft schleichend. Gerade bei Menschen, die Verantwortung tragen, erfolgreich sind und gelernt haben, durchzuhalten.
Und manchmal fehlt nicht mehr Klarheit.
Sondern der Mut, ernst zu nehmen, was längst da ist.
Wenn du merkst, dass eine berufliche Entscheidung näher rückt …
… und du das Gefühl kennst, dass etwas innerlich längst klar ist – dann lohnt es sich, genau dort hinzuschauen.
Nicht allein im Kopf.
Sondern strukturiert und im Gespräch.
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Oder wenn du direkt auf deine Situation schauen möchtest:
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Das hilft, dass der Podcast auch andere Menschen erreicht, die gerade über ihre berufliche Situation nachdenken.
Und wenn du jemanden kennst, der gerade merkt, dass etwas nicht mehr richtig passt – empfehle ihm diese Folge gern weiter.
Transkript anzeigen
00:00:10: Willkommen bei Neuanfang im Quadrat.
00:00:14: Ein Podcast über berufliche Entscheidungen und den Moment, in dem sie reif werden!
00:00:24: Ich bin Ansgar Nast Kolb.
00:00:31: Du weißt es längst nicht als klaren Satz, nicht als Entscheidung die du irgendwo festgehalten hast eher als Gefühl.
00:00:44: Es ist nicht laut, nicht dramatisch aber es ist da!
00:00:51: Vielleicht morgens wenn du aufstehst und merkst das sich der Tag nicht wirklich reinzieht oder abends?
00:01:00: Wenn du zurückblickst und denkst Das war wieder so ein Tag Nicht schlecht Aber auch nicht dass was es eigentlich sein sollte.
00:01:11: Und genau da Beginnt etwas, das viele lange nicht ernst nehmen.
00:01:18: Dieses leise Wissen – dass etwas nicht mehr passt!
00:01:22: Nicht komplett falsch und auch nicht Katastrophe aber eben auch nicht mehr richtig.
00:01:31: Und trotzdem ändert sich nichts.
00:01:36: Du gehst weiter zur Arbeit Du übernimmst die Verantwortung du funktionierst Nach außen hin wirkt alles stabil Und genau das macht es so schwer, weil es da keinen Bruch gibt.
00:01:54: Da ist nicht dieser Moment in dem alles auseinander fällt, da ist nicht der Burnout der Knall!
00:01:59: Da ist ein eher langsames Verschieben.
00:02:03: Ein innerer Abstand, der größer wird.
00:02:07: und ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch was es genauso deutlich gemacht hat.
00:02:11: Da saß mir jemand gegenüber in einer leitenden Position seit vielen Jahren im Unternehmen nach außen sehr erfolgreich Und er sagt dann relativ früh in dem Gespräch mit mir, ich weiß gar nicht ob ich hier richtig bin.
00:02:31: Ja das war kein Drama, es war sachlich.
00:02:34: Wir haben darüber gesprochen was genau er damit meint und dann kamen so typische Antworten Eigentlich passt ja alles Das Thema ist super Die Rolle hat dies herausfordernd und das Gehalt ist doch auch top Alles Dinge den man so sagt und die auch stimmen können, aber irgendetwas hat nicht gepasst.
00:03:04: Das hat man gemerkt – nicht an den Worten sondern an den Pausen!
00:03:12: An dem was Nicht gesagt wurde.
00:03:17: Und ich habe danach gefragt Seit wann hast du denn dieses Gefühl?
00:03:23: Und er kurz überlegt Dann gesagt Schon länger.
00:03:30: Ich frage dann Wie lange denn?
00:03:35: Pause.
00:03:38: Ja, so zwei oder sogar drei Jahre und in dem Moment wurde es dann still nicht unangenehm aber sehr klar weil plötzlich etwas im Raum stand das vorher nur angedeutet war Zwei ja sogar drei jahre.
00:04:03: Das ist doch keine Phase mehr!
00:04:05: Das ist ein Zustand in dem er sich bewegt und ich habe dann gefragt, was hält dich?
00:04:14: Und dann kamen Dinge sachlich die wir viele von uns dann kennen und dann sagen.
00:04:23: Was hält dich ja?
00:04:24: Sicherheit, Verantwortung das Team Das Gehalt!
00:04:34: Das ist alles sehr nachvollziehbar.
00:04:37: Das sind alle sehr valide Gründe Blieb diese eine Punkt.
00:04:46: Und er wusste es, er konnte's aber nicht richtig aussprechen!
00:04:51: Weil in dem Moment, indem er sich ausspricht dann etwas passiert... Dann wird nämlich aus einem Gefühl eine Realität.
00:05:00: Dann wird aus diesem Ich bin mir unsicher?
00:05:06: Ein klares ich will das so nicht mehr.
00:05:10: und ja dass ist nämlich dieser moment den viele Menschen vermeiden.
00:05:16: Das ist nicht ein bewusstes Vermeiden, aber das ist sehr konsequent weil ja diese Moment etwas nach sich zieht.
00:05:24: Nämlich Konsequenz also die Veränderung und Veränderungen, das lösen wir doch, das bedeutet immer auch Unsicherheit!
00:05:35: Was passiert dann?
00:05:38: Was denken die anderen?
00:05:41: Wie geht es weiter?
00:05:42: Was kommt danach?
00:05:46: Und so bleibst du in einem Zwischenzustand Du weißt es, aber du sprichst es nicht aus.
00:05:54: Stattdessen ja man denkt über nach!
00:05:57: Man analysiert, man überlegt, man wägt ab, man wartet Tage, Wochen in dem Fall Jahre und das fühlt sich erstmal richtig an weil nichts eskaliert, weil alles weiter läuft, aber innerlich passiert etwas anderes.
00:06:19: Nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt.
00:06:23: Du gehst ja noch hin!
00:06:25: Du machst deinen Job, du machst dein Job gut, du hast die Verantwortung.
00:06:29: Aber ein Teil von dir ist nicht mehr ganz da und genau das spürt man – nicht sofort aber über die Zeit in der Energie, in der Klarheit ,in der Art wie du entscheidest.
00:06:46: Und irgendwann merkst du ich bin da nicht mehr wirklich drin.
00:06:51: Und dann kommt auf der nächste Gedanke, ich muss mir darüber nochmal klar werden und da beginnt der Kreislauf.
00:07:00: Der Kreislauf aus noch mehr nachdenken, noch mehr analysieren, noch meer versuchen die richtige Entscheidung zu finden – obwohl sie ja längst da ist!
00:07:17: Aber diese Entscheidung wird nicht gelebt und das ist ein entscheidender Unterschied.
00:07:23: Es fehlt hier nicht an Klarheit, es fehlt daran diese Klarheit zuzulassen.
00:07:29: Vor allem nämlich die Klarheit ja schließlich Konsequenzen hat und die werden vermieden!
00:07:41: Ich habe den Klienten dann gefragt was würde passieren wenn du das einfach mal klar aussprichst also Nicht entscheidest, nicht handelst nur mal Aussprichs für dich.
00:08:00: Und dann hat er lang überlegt und dann hat der gesagt, dann kann ich es aber nicht mehr zurücknehmen.
00:08:10: Und genau das war der Punkt!
00:08:15: Die Entscheidung war nämlich nicht das Problem sondern diese Entgültigkeit dieses Gefühl von Wenn ich das jetzt einmal ausspreche Dann muss sich mich dazu ja auch irgendwie verhalten.
00:08:28: da muss ich damit umgehen.
00:08:31: Ja das stimmt.
00:08:33: Aber genau daran liegt dann ja auch die Veränderung.
00:08:38: Denn so lange du es nicht aussprichst, da bleibt alles diffus in Nebel – unklar und gleichzeitig belastend!
00:08:47: Du trägst es mit dir.
00:08:50: Du trägs' es mit Dir herum jeden Tag ein bisschen.
00:08:54: Und genau das kostet Energie.
00:08:56: wenn du etwas rumträgst, dann kostet das Energie?
00:09:00: Nicht einmal sondern dauerhaft.
00:09:05: Vielleicht kennst du genau das, was ich hier gerade erzähle.
00:09:09: Ja ein Gedanke den Du immer wieder wegschiebst Ein Gefühl dass Du kennst aber nicht ganz zulässt Eine Richtung die Du spürst Aber die Du nicht gehst.
00:09:21: Und vielleicht sagst Du Dir auch Ich bin noch nicht so weit Ich brauche noch mehr Klarheit Ich muss das Ganze noch besser verstehen.
00:09:32: Ja Das sind nachvollziehbare Gedanken Aber manchmal ist es nicht die Wahrheit Manchmal ist es nur ein Weg, diese Sache nicht auszusprechen.
00:09:44: Und genau da lohnt es sich mal hin zu schauen!
00:09:48: Nicht um sofort zu entscheiden, nicht um alles zu verändern sondern um die Sache ernstzunehmen was längst da ist Denn das verändert dann etwas und das nicht im Außen sondern im Inneren.
00:10:04: Du wirst klarer du wirst ruhiger weil du aufhörst gegen dieses Wissen zu arbeiten.
00:10:12: Und das ist dann der erste wesentliche Schritt, nicht die Entscheidung sondern die Ehrlichkeit mit dir!
00:10:24: Wenn du merkst hier beim Zuhören dass du an diesem Punkt stehst, dann ist das sicher kein Zufall, denn es ist genau der Moment in dem sich etwas bewegen kann – Nicht weil Du das musst, sondern weil Du's längst weißt und dafür ist ein Gespräch da.
00:10:44: Ich lade dich ein zu einem Gespräch mit mir, den Link findest du auf den Show-Notes – dreißig Minuten mit mir mal zu sprechen völlig ohne Verpflichtung vertraulich kostenlos.
00:10:56: Schau dir einfach einmal den Link in den Shownotes!
00:10:59: Denn manchmal geht es nicht darum die richtige Entscheidung zu finden sondern darum zuzulassen dass sie längst da ist.
00:11:11: Wenn Dir dieser Podcast gefällt dann abonnieren gerne und ich freue mich wie immer über eine fünf Sterne Bewertung.
00:11:19: Und auch wenn den Podcast an Freunde bekannte weiter empfiehlt, bevor sie sich noch länger im Kreis denken!